Projekt „Native Americans“

Geschichten und Lieder über „Cowboys und Indianer im Wilden Westen“ gibt es viele, doch enthalten sie oft zahlreiche Klischeebilder und falsche Vorstellungen über das Leben der Native Americans in Nordamerika.

Ziel unseres Gesamtprojekts in diesem Schuljahr, in welches das Musical „Amerikas 1. Erntedankfest – America`s First Thanksgiving“ eingebettet ist und das den Bogen spannt von Migrationsbewegungen heute zu solchen, die vom 15.-20. Jahrhundert nach Amerika stattfanden, ist es daher, sich intensiv mit einzelnen ausgewählten Kulturen von Native Americans in Nordamerika auseinanderzusetzen, dabei falsche Vorstellungen richtig zu stellen und lückenhaftes Wissen zu ergänzen.

Ein zweiter Anknüpfungspunkt für unser Projekt ist das bereits im Vorjahr begonnene Thema: „Migration –why people leave their homelands“. Die dabei entstehenden Probleme für die Einwanderer als auch für die jeweiligen Ureinwohner bzw. bereits ansässigen Menschen wurden dabei in kindgemäßer Art und Weise angesprochen und beleuchtet. Wir haben dazu unter anderem auch Flüchtlingskinder zu uns in die Schule eingeladen und mit ihnen gesungen, gelernt und gegessen.

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Unser selbst geschriebenes Musical, das wir am gestrigen „Thanksgiving“-Tag im Festsaal der KPH mit großem Erfolg aufgeführt haben, handelt von der Reise der Pilgerväter mit der „Mayflower“ nach Amerika, ins gelobte Land, wo sie sich ein neues Leben in Freiheit und Frieden erhoffen. Nach einer abenteuerlichen Reise über das Meer, erschwert durch Stürme und Piratenangriff, ist auch der Anfang in der neuen Heimat mühsam. Nur mit der Hilfe der Native Americans vom Stamm der Wampanoag gelingt das Überleben. Gemeinsam feiern alle dann das 1. Erntedankfest.

Unsere Kinder waren jedenfalls mit großer Freude und Feuereifer bei der Sache und begeisterten die zahlreichen Zuseher in ihren vielfältigen Rollen, sei es als Erzähler, Pilgerväter, Piraten oder Native Americans.

Nach der Aufführung wurde dann gemeinsam gefeiert, gegessen und getrunken. Unsere Eltern brachten dabei landestypische Speisen wie Maisbrot, Kürbissuppe, Pumpkin Pie, Süßkartoffelauflauf und Cranberrysoße mit.

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Tatsächlich ist der Brauch des Erntedankfestes schon viel älter und wurde und wird auf der ganzen Welt in vielen Kulturen gefeiert!

Und leider ist die Geschichte der Besiedlung Amerikas, wie wir alle wissen, überhaupt nicht friedlich geblieben. Die Native Americans wurden systematisch verraten, verfolgt, ihres Landes beraubt und in sogenannte Reservate zurückgedrängt. Zahlreiche „Friedensverträge“ wurden immer wieder gebrochen und auf beiden Seiten sehr viel Blut vergossen. Daher stimmen auch viele Geschichten aus dem so genannten „Wilden Westen“ sehr traurig.

Wir können nur dann aus der Geschichte lernen, wenn wir uns damit intensiv auseinandersetzen, ohne Vorurteile, dafür aber mit viel Respekt für andere Kulturen, großer Toleranz und mit der Bereitschaft, es besser zu machen als die Generationen vor uns.

Daher werden wir uns im Frühjahr in einer Projektwoche ausführlich damit beschäftigen, wie vielfältig die Native Americans ursprünglich gelebt haben, nicht nur in Zelten oder Tipis, die wir aus Kinderbüchern und Filmen kennen. Auf Stereotype soll eingegangen und diese bewusst überwunden werden.

Und wir werden erarbeiten, wie Native Americans heute leben und wie sie versuchen, ihre Kultur nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Der Schwerpunkt unseres Projekts wird dabei auf die Möglichkeiten eines friedlichen Miteinanders gelegt und auf positive Strategien zur Erschließung des Themas.

Datum: 23. November 2018